Jol Rosenberg (ens/they) landete 1976 in einem Ost-Berlin, das solche wie ens nicht vorsah. Also suchte ens nach lebbaren Utopien, Nischen, Freiräumen. Geschrieben hat Jol, seit ens es konnte, sich dabei immer wieder und anders erfunden. Die Kraft von Welten, in denen (gender)queere Personen selbstverständlich vorkommen, führt zu Texten, die anti-dystopische oder utopische Aspekte in sich tragen. Verzweiflung, Wut und Trauer angesichts der aktuellen Weltlage haben darin ebenso Raum wie Mut, Verbundenheit und Freundschaft.
Als Autorens und Psychotherapeutens verbindet Jol in ens Texten Psychologie und Wortkunst, das Ergebnis ist Science-Fiction mit Fokus auf Charakteren und Beziehungen; Geschichten, die Sprache finden für das, was noch nicht ist, aber bald sein kann. Wie beeinflussen zukünftige technische Entwicklungen die Gesellschaft und individuellen Möglichkeiten von Menschen? Und wie gehen die Menschen der Zukunft psychisch damit um? Sind das überhaupt immer Menschen?
Fantastische Welten sind der Rahmen, in dem Jol von Beziehungen, inneren Krisen und Entwicklungen erzählt. Die Texte behandeln ethische Fragen rund um Machbarkeit, Technisierung, Umweltzerstörung, Gender und Menschlichkeit, spielen mit Klischees, Erwartungen und Stereotypen. Dabei bleiben sie zum Hier und Jetzt anschlussfähig, greifen aktuelle Themen wie KI, Selbstoptimierung oder den Umgang mit psychischen Erkrankungen auf. Ein Genre wie Science-Fiction kann enorm konservativ sein. Aber die Beschäftigung mit möglichen Zukünften bietet auch Raum für emanzipative und ermächtigende Träume, die nicht nur Fans dieses Genres begeistern. Dass das auf unterhaltsame und anregende Weise gelingt, zeigen mehrfache Nominierungen von Jols Kurzgeschichten, Romanen und Essays für den Kurd Laßwitz und den Deutschen Science-Fiction-Preis.
Eine Übersicht über alle erschienenen Werke findet sich unter "Neues aus der Zukunft".
Ich freue mich über (auch konstruktiv-kritische) Rückmeldungen, freundliche Kontaktaufnahmen und Anregungen. Als nichtbinäre Person werde ich gern mit Vor- und Zunamen (ohne "Frau" oder "Herr") angeredet, wie beispielsweise "Hallo Jol", "Dear Jol", "Lieb* Jol" oder "Guten Tag Jol Rosenberg". Wenn ihr über mich sprecht oder schreibt, sind meine Pronomen ens oder they/them. Oder ihr meidet Pronomen und verwendet einfach immer, wenn ihr mich meint, meinen Namen. Am oberen Ende der Seite findet ihr Möglichkeiten, mich zu erreichen.
Bildquelle: Steffi Rose, Fotografie
