Sabine Brandl und Gisela Weinhändler (Hrsg.) MENSCH 3.0. Kurzgeschichten muc Verlag
leider enttäuschend
Vorwort und Impressum
Die Herausgeberinnen berichten hier knapp von der Ausschreibung, die zur Anthologie führte. Von rund 330 eingesandten Texten wurden 31 ausgewählt. Inhaltlich spiele KI eine wichtige Rolle, ebenso wie Liebe. Interessant ist, im Impressum zu lesen, dass es sich um die zweite korrigierte Auflage der Anthologie handelt.
Johanna Brenne: Das Geburtstagsgeschenk
Eine Person, von der unklar bleibt, ob sie eine junge Frau oder eine Jugendliche ist, möchte ihrem Bruder zum 13. Geburtstag seinen Wunsch nach einem gedruckten Buch erfüllen. Aber so etwas Altmodisches ist nicht leicht zu bekommen. Wir erfahren, dass die Schwester den Bruder erzieht, weil die Mutter verstorben ist, ein Vater wird nie erwähnt. Der Weltenbau wird in zum Glück nur kurzen Infodumps vermittelt. Auch wenn der Text flüssig lesbar ist, eine gewisse Spannung enthält und mit einer überraschenden Pointe aufwartet, konnte er mich nicht wirklich begeistern. Dazu ist mir die Welt zu schematisch dargestellt und die Figuren zu wenig plastisch.

Von einem Tag auf den anderen verschwinden alle Personen mit Y-Chromosomen. Die Verbliebenen, größtenteils Frauen, erleben ein Jahr ohne Männer und wie sich die Welt daraufhin verändert. Dabei folgen wir fünf US-amerikanischen Frauen, die alle auf verschiedene Arten marginalisiert sind: Armut, Neurodivergenz, von Rassismus betroffen, Opfer sexueller Übergriffe, Verurteilte Straftäter*innen.


Vorwort
Ich habe selten ein Buch erlebt, das mich trotz seiner Langsamkeit so in den Bann zog. Lesend zog ich durch die Wohnung – wo eigentlich andere Aufgaben anlagen – und folgte Odile Ozanne durch, ja wie viele? Drei Leben?