Martha Wells: Tagebuch eines Killerbots. Heyne
Überlegungen zur deutschen Übersetzung

Ich hatte es ja schon angekündigt: Martha Wells' Murderbot Diaries haben mich auf Englisch so begeistert, dass ich gern schauen wollte, wie die Übersetzung ist. Nun liegt sie vor mir: Was im Englischen eine Serie von vier Novellen ist, wird im Deutschen als einzelner Roman verkauft, ein 573-Seiten-Wälzer mit vier Kapiteln. Auch das Cover ist verändert: Das Bild einer generischen Gestalt in futuristischer Rüstung auf einer Art Raumstation, darüber ein Raumschiff. Ich mag das. Was ich nicht mag, ist der knallig rote Hintergrund, der auf mich etwas trashig wirkt. Und trashig finde ich das Buch nicht, auch wenn es – rein von der Sprache her – mit Trashelementen spielt.

Dieser Roman des bekannten deutschen Sci-Fi- und Fantasy-Paares steht schon seit einer Weile auf meiner Leseliste, vor allem als mögliches Vorbild für eine geschlechts neutrale Sprache, wie ich sie für mein aktuelles Projekt Etomi suche. Insofern war ich froh, als mein Urlaub mir endlich genug Lesezeit bescherte. Und es hat sich gelohnt!

