Michael Hirtzy: Gutabara. Vorteks 1. Selbstverlag
spannende Kriminalstory im All – leider ohne Auflösung
Colonel Vardans erhält auf einem Raumschiff eine unerwartete Nachricht: Eine Frau ruft ihn an. Er und die anrufende Frau zicken sich an, beide erscheinen gleichermaßen unsympathisch und unreif und ich frage mich, was ich mit dieser Schilderung soll, zumal ich nicht verstehe, worum es geht.
Dann wechselt die Perspektive zu Val auf der titelgebenden Gutabara, auch dies ist ein Raumschiff. Val ist erste Offizierin, erwacht aus dem Kryoschlaf und erscheint mir sympathischer als Vardans. Dann wechselt der Text zu Jerome, der wohl – vielleicht – nun wirklich die Person ist, um die es geht. Seid ihr verwirrt? Ich auch.
Mich irritierten die vielen Perspektivwechsel. Sie erschwerten mir die Orientierung und verhinderten, dass ich mit einer Person warm wurde. Meine Sympathien lagen am ehesten bei Jerome, wobei ich gern wissen wollte, warum er nach dem Aufwachen unter so starker körperlicher Schwäche leidet. Auch das erweist sich aber als nicht verfolgte falsche Fährte, die bis zum Ende des Buches nicht wieder aufgenommen wird. Jeromes Perspektive bricht einfach ab. Auch Vardans kommt nie wieder vor. Kurz vor Ende wird noch eine neue Perspektive eingeführt, die ebenfalls nicht wieder aufgegriffen wird. Trotzdem ist dieses Buch eines der wenigen, die ich bis zum Ende gelesen habe. Nanu, was ist da los?

Jol goes Perry Rhodan – wie kommt denn das zustande? Um zu erklären, warum ich mich hier zu einem Perry-Rhodan-Heft äußere, muss ich etwas ausholen. Zunächst die Einordnung: Perry Rhodan ist eine Heftromanserie, die 1961 gegründet wurde und seitdem ununterbrochen wöchentlich erscheint. Ich habe Heft Nummer 3195 gelesen, inzwischen sind mehr als 3200 Hefte erschienen. Die Auflage betrug 2019 jeweils 60.000 Hefte, ich denke, dass kaum ein Science-Fiction-Buch da mithalten kann.
Vor geraumer Zeit habe ich
Wie immer liegt schon die nächste Exodus hier, wenn ich mit meiner Rezension soweit bin. Diesmal gab es einige Texte, die mich angesprochen haben. Aber auch einiges für mich Schwieriges ...
Dani Aquitaine: Schwarzrausch
Caius Fichtner, ein Arzt, der sich auf Kosten seiner Patient*innen zu bereichernd sucht und dabei buchstäblich über Leichen geht und Savoy Midthunder, eine frisch im Job angekommene Sicherheitsexpertin, die Kunstobjekte bewacht – das sind die Protas dieses Romans. Die Figuren werden rasch eingeführt und gelungen durch spezifische Beschreibungen charakterisiert: Savoy hat die Angewohnheit, in der Aufregung Palindrome zu rezitieren und Caius orientiert sich nur an Marken, ein Chauvinist, der sich ausschließlich für sich selbst interessiert.
Ich mag die Sprache dieses Buches, die eigenwilligen Vergleiche und Beschreibungen, die gelungenen Beobachtungen der Charaktere. Einige Zitatbeispiele: